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Weihermatten Rheinfelden-Minseln

MFH Weihermatten Rheinfelden-Minseln

Im Rheinfeldener Teilort Minseln entsteht auf dem Areal eines ehemaligen Sägewerks im Zuge einer Konversion ein neues Wohngebiet. In einem partizipativen Verfahren wurde die Bevölkerung in enger Abstimmung mit der Verwaltung frühzeitig in den Planungsprozess eingebunden. So wurden in verschiedenen Workshops Vorstellungen für das neue Gebiet zusammengetragen und in einem umfangreichen Prozess bis hin zum planungsrechtlichen Verfahren konkretisiert.

 

Im Zentrum des Gebietes steht die ehemalige Sägehalle, welche über viele Jahrzehnte prägend war für die Funktion und die Erscheinung des Ortes. Da der Rückbau der mächtigen Betonkonstruktion zudem einen enormen Aufwand bedeutet hätte, entschied man sich dafür, das Gebäude als Zentrum des neuen Wohngebietes zu erhalten und dort ein innovatives Konzept für Wohnen, Arbeiten und Soziale Aktivitäten zu realisieren.

Weihermatten Rheinfelden-Minseln

So entstehen auf der Betondecke über der unteren Ebene 17 Wohneinheiten mit ca. 55 bis 145 qm Wohnfläche in Holzbauweise, welche über ein Treppenhaus mit Aufzug und Laubengängen von Osten (hangseitig) erschlossen werden. Entlang der Erschließungszone sind im Erdgeschoss zusätzlich multifunktionale Räume mit ca. 116 qm als Coworking Space vorgesehen.

Ergänzt wird das Konzept durch einen Bewohnertreff  mit Räumen für Kultur und Begegnung im Untergeschoss, welches von Westen über den zentralen Platz ebenerdig zugänglich ist. Schließlich sind - ebenfalls im Untergeschoss zusätzliche Räume für Büro und Verwaltung vorgesehen.

 

Die zeitgemäße Architektur erhält die Struktur und Gliederung des ehemaligen Sägegebäudes und entwickelt auf dieser Grundlage eine gleichermaßen elegante und funktionale Formensprache. Die bestehende Substanz wird sinnvoll in das funktionale Konzept der neuen Nutzung integriert und alle Elemente bis hin zur technischen Installation in die bestehende Struktur eingefügt.

 

Neben dem innovativen Nutzungskonzept stellen die konsequente Umsetzung im Holzbau sowie ein ganzheitliches Energiekonzept mit einer Nahversorgung des gesamten Wohngebietes durch eine zentrale Hackschnitzel Heizung die Schwerpunkte des Projekts dar. Dies wird ergänzt durch ein städtebauliches und gestalterisches Konzept für die unmittelbar an die zentrale Sägehalle angrenzende Wohnbebauung mit 4 Einzel- und 2 x 3 Reihenhäusern.

 

In der Summe entsteht ein Modellprojekt für die zeitgemäße und nachhaltige Realisierung von Wohngebieten im Zuge von innerörtlichen Nachverdichtungen im ländlichen Raum - eine sinnvolle und kreative Alternative zu trostlosen Neubaugebieten an den Ortsrändern!


 
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